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Taunuszeitung (FNP) vom 20.04.2007

 

Bürgervereinigung sprüht vor Ideen

Von Matthias Elsdörfer

Münster. Im Dachgeschoss des Alten Rathauses ist auf einer mit Holz getäfelten Wand eine Plakette befestigt. „Bürgerinitiative Alt-Münster“ steht auf ihr geschrieben. Für eine Weile sah es so aus, als würde sie bald nur noch an den Verein erinnern, dem das Rathaus sein heutiges Erscheinungsbild und die Tatsache, dass es noch steht, verdankt. Doch jetzt steht die Initiative mit einem neuen, jungen Vorstand und reichlich neuen Ideen in den Startlöchern, um wieder loszusprinten wie in ihren besten Zeiten.

„Wir heißen zwar ‚Bürgervereinigung Alt-Münster’“, leitet der neue Vorsitzende Stefan Schütz ein: „Aber wir verstehen uns als eine Bürgervereinigung für ganz Münster. Deshalb möchten wir in Zukunft Leute aus den Neubaugebieten viel stärker als bisher ins Vereinsleben einbinden, und wir planen eine enge Vernetzung mit Schulen und Kindergärten.“ Je mehr Leute die Vereinigung habe, desto leichter werde es fallen, das Programm zu stemmen. Und da hat sich der Verein eine Menge vorgenommen: „Wir möchten einiges am Stadtpark machen“, stellt Schütz ein konkretes Ziel vor. „Zurzeit ist er vor allem ein Durchgangsgebiet – doch ein Park soll Bürger zum Verweilen einladen. Wir möchten ihn zu einem Ort der Begegnung machen. Wir haben bereits erste Ideen dafür bereits mit der Stadt besprochen.“ Einen Boule-Platz möchte die Bürgervereinigung einrichten, und die Figuren für ein großes Schachbrett hat der Verein sogar schon gekauft.

Vereinsintern hat sich jüngst eine Menge getan: „Nach all den Jahren haben sich die Älteren im Vorstand entschlossen, in die zweite Reihe zurückzutreten und den jungen Mitgliedern die Verantwortung zu überlassen. Wir wollten zunächst wissen, ob es überhaupt Sinn macht, die Initiative weiter bestehen zu lassen. Wir wurden uns schnell einig, dass in der Vergangenheit viel zu viel erreicht worden ist, um den Verein jetzt einfach einschlafen zu lassen. Vor diesem Hintergrund haben wir uns entschlossen, das Ruder zu übernehmen“, sagt Schütz. An seiner Seite stehen jetzt Harro Jessen als Zweiter Vorsitzender, Anneliese Schmitt als Schriftführerin, Roland Ehm als Kassierer, René Rebentisch und Dr. Peter Brinnel als Kassenprüfer und Peter Piesch, Klaus zum Felde, Sylvia Beier, Reinhard Herr und Bernhard Schmitt als Beisitzer.

„Momentan gibt bei uns leider noch keine starke Jugendarbeit, doch wir möchten uns auch ihr annehmen und unseren Beitrag dazu leisten, den Jugendlichen in Kelkheim ein Zuhause zu geben und damit zur Einheit in den Stadtteilen beizutragen“, erklärt Klaus zum Felde. Im Verein gibt es auch schon Gruppen und regelmäßige Angebote, wie der Vorsitzende berichtet: „Wir haben einen Spielkreis, der die Leute mal wieder von PC und Fernseher weg bringt, und eine Tanzgruppe, unsere ‚Hexen“. Durch ihr Beispiel sind wir ermuntert, neue Ideen zu finden: Ein Malkurs und ein Strickkurs sind schon angedacht.“ Die Gründerväter des Vereins mussten über 25 Jahre auf einen Spiel- und Bolzplatz warten“, erinnert Schütz und lächelt: „Auch wir möchten ein Projekt, über dem wir alt werden können.“ Was genau das sein soll, dazu haben die neuen Vorstandsmitglieder schon konkrete Ideen: „Aber auch das möchten wir noch nicht offiziell machen.“

Die größte Einnahmequelle der Bürgervereinigung war und bleibt das traditionelle Dallesfest. „Dem werden wir wieder mehr Leben einhauchen und es durch neue Programmpunkte noch attraktiver für Kinder, Eltern, Oma und Opa machen.“ Es wird außerdem wieder länger als bisher dauern: „Leider müssen wir in diesem Jahr mit nur einem Tag vorlieb nehmen, aber von 2008 an wird das Dallesfest wieder drei Tage lang gefeiert“, kündigt Kassierer Roland Ehm an. Das neue Konzept für das Dallesfest möchte die Vereinigung im Mai vorstellen: „Aber schon jetzt können wir sagen, dass alle, die uns helfen möchten, willkommen sind.“

Auch für die nächsten Monate hat sich die Bürgervereinigung vieles vorgenommen: „Am 30. Juni nehmen wir am Familientag in Eschborn teil“, erklärt zum Felde. Am 1. Juli findet das Dallesfest statt. Einen Vereinsausflug wird es im September geben und „am 3. Advent haben wir wieder unseren Weihnachtsmarkt“. Reinhard Herr, der erste Vorsitzende in der Vereinsgeschichte, möchte außerdem wieder Ortsbegehungen und Führungen für die Münsterer anbieten. „Und all dies werden wir 2008 weiter ausweiten.“
 

 

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Taunuszeitung (FNP) vom  19.03.2009

 

Mehr Grün für den Kirchplatz

Von Thorsten Remsperger

 

Münster. Das vorrangige Ziel der Bürgervereinigung Alt-Münster bleibt es, den Kelkheimer Stadtteil lebenswerter zu machen. Das neueste Ziel umschrieb der Vorstand des Vereins mit inzwischen schon 308 Mitgliedern auf der Jahreshauptversammlung: Mehr Grün auf dem Kirchplatz im Ortskern.

 

«Wir wollen den Platz aufwerten, damit er im Sommer auch von Bürgern zum Verweilen genutzt wird», teilte Schriftführerin Sylvia Beier mit. Deshalb hat die Bürgervereinigung beschlossen, zwei Bäume zu pflanzen. Wie bei vielen der bisherigen Projekte wird die Maßnahme ausschließlich durch Spendengelder finanziert. Aus den Reihen der Mitglieder hat sich Dr. Christian Banf bereiterklärt, die Begrünung des Kirchplatzes finanziell zu unterstützen, die bald vorgenommen werden soll. Der Kostenvoranschlag eines Landschaftsgärtners liegt bereits vor. Eine Ortsbegehung mit dem Vereinsring hat ebenfalls schon stattgefunden, um für die Bäume auch die richtigen Stellen auszuwählen. Schließlich sollen keine Feste behindert werden, die sonst im Münsterer Zentrum stattfinden.

Die Feierlichkeiten, auf die sich die Bürgervereinigung fokussiert, finden in diesem Sommer vom 5. bis 7. Juli statt. Beim Dallesfest möchte der Ausrichter am bewährten Ablauf festhalten: Für den Freitagabend wurde eine Live-Band verpflichtet, samstags tritt erneut Stimmungskanone Kevin Henderson auf, und sonntags gibt’s im Rahmen des städtischen Kultursommers jazzige Melodien. Der Handwerkermarkt erfährt an jenem Wochenende auch eine Neuauflage.

Schon früher, am 17. Mai auf dem Stadtmarkt, wird die Bürgervereinigung den zehnjährigen Geburtstag ihrer Showtanzgruppe «Hexenkessel» feiern – eine schon bestens eingespielte Formation, die sich trotzdem stets über neue Mitglieder freut. «Frisches Blut» würde dem gemeinnützigen Verein grundsätzlich nicht schaden. Das ist jedenfalls die Meinung des Vorstands, dem seit der Hauptversammlung auch Peter Piesch (Zweiter Vorsitzender), René Rebentisch und Klaus Hochsattler (beide Beisitzer) angehören. Vereins-Chef Stefan Schütz stellte in seinem Bericht die Entwicklung dar und dabei fest, dass über 50 Prozent der Mitglieder über 60 Jahre alt seien. Viele Münsterer wie Rolf und Annette Schlosser oder Joachim Hauff, die seit 25 Jahren dabei sind, halten der Bürgervereinigung schon lange die Stange. Das Durchschnittsalter im Vorstand ist zwar deutlich jünger, jedoch überlegen die Macher, wie Menschen anderer Generationen mehr auf ihre Arbeit aufmerksam werden könnten. Eine Idee ist es, im Rahmen der Jugendarbeit das Firmenbesichtigungen anzubieten. Die Ziele, die der Verein mittelfristig umsetzen möchte, dürften jedenfalls jeden interessieren, der gern in Münster lebt, egal welchen Alters. Die Grünanlage «Sindlinger Wiesen» würde der Verein gerne familienfreundlicher zu einem Veranstaltungsort umgestalten und durch eine schrittweise Aufpflasterung der Frankfurter Straße den alten Kern von Münster verkehrsberuhigter gestalten.

 

Vorstand 2007

 

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Taunuszeitung (FNP) vom  27.02.2010

Bürgervereinigung plant Boule-Platz

Stefan Schütz bleibt Vorsitzender der engagierten Gruppe

Neue Projekte, Veranstaltungen und ein Vereinsblatt – die Gruppe hat 2010 eine Menge vor.

Münster. Sie haben dafür gesorgt, dass das alte Münsterer Rathaus nicht abgerissen wird, ließen zur Jahrtausendwende den Kirchplatz erneuern, richteten vor fünf Jahren einen Spiel- und Bolzplatz in den Padenwiesen ein und sammelten fleißig Geld für eine neue Trauerhalle auf dem Friedhof. Seit 35 Jahren gibt es die Bürgervereinigung Alt-Münster, die mittlerweile 308 Mitglieder hat. Obwohl davon nur ein Bruchteil aktiv ist, schafft die Truppe rund um Stefan Schütz es immer wieder, aktiv an der Gestaltung des zweitgrößten Stadtteils Kelkheims mitzuwirken.

 

Bei der Jahreshauptversammlung wurde Schütz, der den Verein seit drei Jahren anführt, jetzt in seinem Amt bestätigt. Da die Bürgervereinigung einen besonderen Wahlturnus bevorzugt, standen in diesem Jahr nicht alle Ämter zur Wahl. Karin Hochsattler wurde als Kassiererin wiedergewählt, Anneliese Schmitt als Beisitzerin. Roland Ehm schied als Beisitzer aus, für ihn rückte Ute Schubert nach. Insgesamt waren 33 Mitglieder anwesend, also rund zehn Prozent.

Kanadische Bänke

Im aktuellen Jahr möchte die Bürgervereinigung zwei größere Projekte verwirklichen. «Wir hoffen, dass wir noch vor dem Sommer zwei oder drei sogenannte ,Kanadische Bänke’ für die Sindlinger Wiesen anschaffen können», verriet Schriftführerin Sylvia Beier auf Anfrage des Höchster Kreisblatts. «Das sind diese Bank-Tisch-Kombinationen. Dafür holen wir gerade Preisangebote ein.» Wie viel eine einzelne Bankkombination ungefähr kosten wird, ist noch nicht bekannt.

 

Ebenfalls in den Sindlinger Wiesen planen die engagierten Bürger eine Boule-Bahn. Der Kugelsport, auch als Boccia bekannt, ist in Kelkheim zwar noch nicht so verbreitet, das soll sich aber mit der Einrichtung der Bahn auf Höhe des Spielplatzes nun ändern. Die Kosten stehen ebenfalls noch nicht fest. «Hier wird auch viel in Eigeninitiative geschehen», erklärt Sylvia Beier. Die Boule-Bahn sei ein langgehegter Wunsch, der nun noch rechtzeitig zur Sommersaison verwirklicht werden soll.

Die Bürgervereinigung finanziert ihre Projekte größtenteils aus den Einnahmen des Dalles-Festes, das dieses Jahr vom 11. bis 13. Juni veranstaltet wird. Auch am Weihnachtsmarkt in Münster war der Verein wieder mit dem Verkauf von Schmalzbrot und heißem Apfelwein dabei. Beim Kelkheimer Stadtmarkt will sich die Gruppe nun zum zweiten Mal mit einem Stand beteiligen. Gerade arbeiten Sylvia Beier und Karin Hochsattler an der nächsten Ausgabe der «Münsterer Nachrichten», die nun, wie schon länger geplant, immer vierteljährlich erscheinen sollen.

 

Stammtisch beleben

Zudem plant der Vorstand eine Neuauflage des Stammtischs, der an jedem zweiten Mittwoch im ungeraden Monat von 19.30 Uhr an im Alten Rathaus stattfindet. Unter dem Titel «Bürger treffen Bürger» sollen hier alle Münsterer Gelegenheit haben, in offener Runde ihre Anliegen vorzutragen. Der nächste Termin ist am Mittwoch, 10. März.  

Infos zur Bürgervereinigung gibt es unter (0 61 95) 7 40 92 oder per E-Mail: info(at)bv-altmuenster.de